Vorteile Nachteile Zahnarztberuf istock/ zeremski

Pro und Contra Zahnarztberuf

Zahnarzt zu sein ist spannend und herausfordernd zugleich. Doch es gibt neben den vielen Pros auch einige Contras für den Zahnarztberuf, die viele Zahnmedizinstudenten und Gründer zunächst nicht bedenken. Wir von ZSH möchten Ihnen deshalb die vielen Sonnen-, aber auch die Schattenseiten des Zahnarztberufes vorstellen.

Pro Zahnarztberuf - Über die Vorteile, ein Zahnarzt zu sein

Sie können Menschen wirklich helfen

Zahnmedizin bedeutet Dienst am Menschen. Als Zahnarzt werden Sie Ihren Patienten zu gesunden, schönen Zähnen und mehr Selbstbewusstsein verhelfen. Jeder Zahnarzt, der schon einmal erfolgreich einen Zahn gerettet oder eine volle Gebisssanierung durchgeführt hat, kennt dieses tolle Gefühl. Als Zahnmediziner lindern Sie also nicht nur Zahnschmerzen, sondern stellen auch die volle Kaufunktion und Ästhetik der Zähne wieder her. Damit können Sie einen Menschen wirklich glücklich machen. Für uns ein gutes Argument pro Beruf des Zahnarztes.

Anerkannter Beruf

Zahnärzte sind hoch angesehen. Zu Recht, denn einen Abschluss in Zahnmedizin zu erlangen, erfordert neben einem scharfen Verstand viel Durchhaltevermögen. Vor allem in kleineren Städten und Gemeinden ist der Zahnarzt oft eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit, die für die Gesundheitsversorgung ihrer Menschen geradesteht.

Hervorragende Berufschancen

Hier ein langfristiger Vorteil, den der Zahnarztberuf mit sich bringt: Die kurz- und langfristigen Berufschancen in Deutschland für niedergelassene und angestellte Zahnärzte sind hervorragend! Arbeitslosigkeit war und ist für diese Berufssparte kaum ein Thema. Für die Mundgesundheit der Patienten gibt es eben keine „Saison“ gibt. Außerdem sind immer mehr Menschen bereit, für zahnästhetische Leistungen Zuzahlungen zu leisten.

Sicheres, gutes Einkommen

Bereits als Assistenz-Zahnarzt können Sie in den ersten beiden Jahren monatlich bis zu 3.500,00 € brutto verdienen. Die Chancen, dass Sie übernommen werden, stehen sehr gut. Im ersten Jahr der Festanstellung sind Gehälter von 4.000,00 € brutto zuzüglich Umsatzbeteiligungen keine Seltenheit. Mit wachsender Berufserfahrung sind als angestellter Zahnarzt Gehälter bis zu 6.000,00 € pro Monat drin.

Bei niedergelassenen Zahnärzten sieht es noch besser aus. Sie verdienen häufig mehr als 10.000,00 € brutto pro Monat, abhängig vom geplanten Zeiteinsatz und ihrer Reputation.

Zahnärzte, die sich auf ein Fachgebiet wie zum Beispiel die Kieferorthopädie spezialisiert haben, erzielen noch höhere Einkünfte.

Ortgebundenheit

Die Münder funktionieren an allen Orten dieser Erde gleich. Wenn Sie sich für Zahnmedizin entscheiden, können Sie nahezu überall arbeiten.

Der "eigene chef" sein: unabhängig mit der eigenen zahnarztpraxis

Wenn Sie sich für eine eigene Zahnarztpraxis entscheiden, können Sie Ihre zahnmedizinische Karriere individuell steuern, ohne vom Goodwill anderer abhängig zu sein. Als Selbständige oder Selbstständiger treffen Sie zudem alle Entscheidungen Ihre Zahnarztpraxis betreffend allein, ohne dass Sie die Bedürfnisse und Befindlichkeiten anderer berücksichtigen müssen.

Flexible Arbeitszeiten für selbstständige Zahnärzte

Als Zahnarzt mit eigener Praxis bestimmen Sie selbst, wann und wieviel Sie in der Woche arbeiten. Wenn sich Ihre Zahnarztpraxis erst einmal etabliert hat und Sie schuldenfrei sind, können Sie über Ihre ideale Work-Life-Balance entscheiden und sich jederzeit mehr Zeit für die Familie nehmen.

Contra Zahnarztberuf - Jeder Sonnenstrahl wirft Schatten

Neben den vielen Vorteilen wollen wir Ihnen natürlich nicht die Nachteile verschweigen. Hierzu gehören:

Lange Ausbildungsdauer

Ein zahnmedizinisches Studium und die Ausbildung zum Zahnarzt dauern lange. Es umfasst die folgenden Phasen

  • Studium
    Das Studium erstreckt sich über 5 Semester Theorie (vorklinischer Teil) und 5 Semester Praxis (klinischer Teil). Wer den Doktortitel erwerben möchte, beginnt damit am besten schon während des Studiums.
  • Das Staatsexamen kann bis zu 6 Monate dauern und umfasst auch praktische Übungen.
  • Vorbereitungszeit
    Examen und ran an die Zähne? Fehlzeige. Nach dem Examen folgt eine meist einjährige Vorbereitungszeit in einer Zahnarztpraxis und in einem Krankenhaus/einer Zahnklinik, bevor als angestellter oder selbstständiger Zahnarzt arbeiten kann.
  • Spezialisierung
    Wer sich spezialisieren möchte – beispielsweise auf Oralchirurgie oder Kieferorthopädie – benötigt dafür noch einmal 2 bis 3 Jahre.

Zahnarzt: ein anspruchsvoller und anstrengender beruf

Nachdem Sie lange Zeit mit Ihrem zahnmedizinischen Studium und weiterführenden Fortbildungen verbracht habe, geht es meist nahtlos über ins Berufsleben. Die meisten Zahnärzte arbeiten Vollzeit. Trotz der insgesamt guten Berufsaussichten ist die Konkurrenz unter den Zahnärzten größer geworden. Aus diesem Grunde bieten viele Zahnarztpraxen neben ihrem Notdienst Termine in den späteren Abendstunden (Dienstleistungsstunden) und sogar Samstagstermine an. Will man als Zahnarzt langfristig erfolgreich sein, kann man es sich nicht erlauben, Notfallpatienten abzuweisen. Dies und den insgesamt hohen Arbeitsanfall empfinden viele junge Zahnärzte als Nachteile des Zahnarztberufes.

Stress

Es gibt viele Faktoren, die einen Zahnarzt stressen können:

  • ein hoher Arbeitsanfall
  • Notfallpatienten, die den gesamten Terminplan durcheinanderbringen
  • ständiges hochkonzentriertes Arbeiten
  • schwierige Mitarbeiter / Mitarbeiterführung
  • aufwendige und zeitfressende Verwaltungsaufgaben

Als Zahnärztin oder Zahnarzt müssen Sie in der Lage sein, mit hohen Belastungen umzugehen und gleichzeitig Ihr Leben „außerhalb der Zahnmedizin“ zu meistern. Das kann mitunter ganz schön schwierig sein.

Schwierige patienten

Spätestens beim ersten schwierigen Patienten werden Sie sich fragen, warum Sie Zahnärztin oder Zahnarzt geworden sind. Neben den vielen netten Patienten gibt es sie – die Nörgler, die alles, was Sie tun, anzweifeln. Ebenfalls zu nennen sind jene, die alle Voraussetzungen mitbringen, um eine Zahnarztbehandlung zu einem Albtraum werden zu lassen. Vor allem für Sie als Zahnmediziner. Da wären beispielsweise die Zahnarzt-Phobiker. Diese schreien schon, wenn Sie einen Zahnarztspiegel sehen, oder brechen beim Anblick einer Spritze zusammen. Dann wiederum gibt es Personen, die bei jeder Behandlung stark bluten oder deren übergroße Zunge ständig im Weg ist. Von jenen, für die Mundhygiene ein Fremdwort ist, möchten wir erst gar nicht sprechen. Nach einem Tag mit schwierigen Patienten kann es manchmal passieren, dass Sie zusammenfallen wie ein Soufflé und kaum noch zu etwas imstande sind.

Hohe Schuldenbelastung

Wenn Sie sich als Zahnarzt selbstständig machen möchten, kommen bei der Praxisgründung hohe Kosten auf Sie zu. Wer mithalten möchte, kommt nicht umhin, sich für eine moderne Praxisausstattung und Hightech-Geräte zu entscheiden. Auch Ihre zahnmedizinischen Fachangestellten wollen bezahlt sein noch bevor der erste Patient in Ihrem nagelneuen Zahnarztstuhl liegt. All das lässt sich nicht aus der Portokasse bezahlen, sodass viele von Ihnen einen Kredit aufnehmen müssen. Je nach Voraussetzungen werden Sie einige Jahre brauchen, um Ihre Schulden abzubezahlen. Unser Tipp: Lassen Sie sich im Vorfeld einer Praxisgründung von unseren ZSH-Spezialisten beraten.

Laufende kosten einer zahnarztpraxis

Es ist teuer, eine Zahnarztpraxis zu unterhalten, was die guten Einkünfte etwas relativiert. Viele Patienten beklagen sich über hohe Zuzahlungen, wissen aber nicht, dass oftmals ein großer Teil der Kosten auf die Laborarbeit entfällt. Darüber hinaus gilt es, die laufenen Kosten für Materialien, Gehälter, Steuern, Instandhaltung, Versicherungsschutz, Fortbildung und Neuinvestitionen zu stemmen. Die Anschaffung von dentalen Instrumenten und Apparaturen ist sehr teuer. Ständig kommt etwas Neues auf den Markt, und fast jeder Zahnarztarzt fühlt sich dem Druck ausgesetzt, technologisch ständig up-to-date zu sein.

Wettbewerb

Gerade in Städten wird der Konkurrenzdruck unter den Zahnärzten immer größer. Der „städtische Zahnarzt“ wird also nicht umhinkommen, Geld für eine effiziente Beratung und ein wirksames Marketing zu investieren.

körperlich zehrend

Die Zahnheilkunde ist körperlich anstrengend, auch wenn viele das erst einmal nicht glauben können. Zahnmedizinisches Arbeiten bedeutet Präzisionsarbeit, und der fokussierte Blick durch die Lupenbrille strengt die Augen an. Oftmals arbeiten Sie in einer gebeugten Körperhaltung, was zu Verspannungen in Schultern und Rücken führen kann. Auch die behandelnde Hand wird stark strapaziert und kann bei langen Zahnarztsitzungen auch schon einmal verkrampfen. Bei dauerhaft schlechter ergonomischer Haltung laufen Sie Gefahr, irgendwann chronische Rückenprobleme, Bluthochdruck oder ein Karpaltunnelsyndrom zu entwickeln. Sportlicher Ausgleich ist beim Zahnarztberuf daher besonders wichtig.

hohe ansteckungsgefahr

Als Zahnarzt bekommen Sie fast immer die Folgen einer Grippewelle zu spüren. Trotz des Mundschutzes werden Sie sich recht häufig bei Ihren Patienten anstecken. Durch den permanenten Umgang mit Skalpellen, Bohrern, Scalern & Co. besteht grundsätzlich immer die Möglichkeit, sich mit Krankheiten wie Hepatitis oder HIV zu infizieren, auch wenn das Risiko dafür extrem gering ist.

Haben wir von ZSH Sie gründlich abgeschreckt, Zahnarzt zu werden? Hoffentlich nicht, denn wir finden, dass es sich trotz der genannten Nachteile lohnt, den Zahnarztberuf zu ergreifen. Den größten Vorteil des Zahnarztberufes sehen wir in seiner unglaublichen Vielseitigkeit. Er bildet die perfekte Symbiose aus Wissenschaft, praktischem Arbeiten und sozialer Interaktion mit anderen Menschen.

Die kleinen Hürden, die es gibt, lassen sich allesamt überwinden. Noch besser geht das mit unserem umfassenden Beratungsangebot für Zahnärzte. Sprechen Sie uns an.

Wir beraten Sie gerne!

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