Künstliche Intelligenz im Praxismanagement der Zahnarztpraxis unsplash/rock-n-roll-monkey

Künstliche Intelligenz im Praxismanagement der Zahnarztpraxis

Alexa, Siri, Google Assistant … die künstliche Intelligenz hat es mit diesen virtuellen Assistenten längst in unseren Alltag geschafft. Wir haben uns die Frage gestellt, wie es um künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin und im zahnmedizinischen Praxismanagement bestellt ist. Wie sieht die Zukunft aus, und was ist heute schon machbar? Dieser Beitrag gibt erste Antworten.

Was bedeutet künstliche Intelligenz?

Der Begriff künstliche Intelligenz wurde im Jahr 1956 erstmals von dem US-Informatiker John McCarthy geprägt. Was damals ausschließlich einen illustren Kreis von Wissenschaftlern beschäftigte, schafft es heute mehr und mehr in die Realität. Intelligente Maschinen, die bessere Ergebnisse erzeugen als ihre menschlichen Vorbilder, gibt es schon länger. Denken wir nur einmal an das Schach-Genie Kasparow. Kasparow musste sich dem intelligenten Schachcomputer „Deep Blue“ geschlagen geben. Unlängst aus der Welt der Utopie in den Bereich des Greifbaren gerückt sind fahrerlose PKW. Dank künstlicher Intelligenz werden wir in Zukunft entspannt im Auto lesen oder arbeiten statt gebannt auf den Verkehr zu schauen oder in Staus zu stehen. Aber was ist überhaupt künstliche Intelligenz?

KI – eine Definition

Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht es Maschinen, aus Erfahrungen zu lernen, sich an neue Eingaben anzupassen und Aufgaben auszuführen, die bisher den Menschen vorbehalten waren. KI-Systeme wie die genannten Beispiele Schachcomputer und selbstfahrendes Auto setzen auf Deep Learning und natürliche Sprachverarbeitung. Durch Einsatz dieser Technologien werden Computer trainiert, große Datenmengen (Big Data) zu verarbeiten und Muster in den Daten zu erkennen. Sie bilden also künstliche neuronale Netzwerke. Je intelligenter das System agieren soll, desto mehr Daten und Rechenleistung sind erforderlich.

Die Zukunft der künstlichen Intelligenz in der Zahnmedizin

Vom Lesen und eigenständigen Auswerten unzähliger Röntgen-Daten bis hin zu einem effizienteren Praxismanagement: Die Zahnmedizin und die zahnärztliche Praxis bieten maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz ein riesiges Feld. In der Zukunft wird es Systeme geben, die eigenständig präzise Diagnosen treffen und Behandlungsempfehlungen ausgeben. Es ist durchaus vorstellbar, dass wir irgendwann Zahnbürsten benutzen, die uns nicht nur sagen, wie viele Minuten wir uns der Zahnpflege widmen sollten, sondern uns auch auf Probleme mit den Zähnen und Zahnfleisch hinweisen werden.

Während die genannten Beispiele heute eher in eine – wenn auch nicht ganz so weit entfernte – Zukunft weisen, beginnen sich bereits erste Ansätze von KI im Praxismanagement der Zahnarztpraxen zu etablieren.

KI im Praxismanagement der Zahnärzte

Moderne Zahnarztpraxen wenden bereits heute Software an, die viele administrative Tätigkeiten automatisiert. Hierzu zählen zum Beispiel Terminplanungssysteme mit automatisierten Patientenkontakten. Diese Software ist nicht nur in der Lage festzustellen, welche Patienten dringend wieder zur Prophylaxe müssten, sondern kann auch gleich eine Erinnerungsmail anstoßen. Ganz moderne Praxen arbeiten sogar mit individuell programmierten Apps, über die Patienten mit ihnen Kontakt aufnehmen, Termine planen, Informationen aktualisieren und sogar Bewertungen auf Bewertungsportalen hinterlassen können. Derzeit wird an Lösungen gearbeitet, die noch komplexere Aufgaben lösen können. So ist zum Beispiel vorstellbar, dass derartige Systeme zukünftig individuelle Vorlieben und Präferenzen der Patienten integrieren werden.

Der Zahnarzt von morgen wird dank KI und maschinellem Lernen zweifellos über noch bessere Praxismanagement-Systeme verfügen. Einer der populärsten Trends sind Systeme, die klinische und administrative Aufgaben nahtlos miteinander verbinden können. In diesen Tools werden Terminplanung, Krankengeschichte, Diagnosen, Behandlungspläne, Versicherungsdaten und Abrechnungsprozesse perfekt miteinander verknüpft.

Die Abrechnungsintelligenz Hēa Ratio der Firma Health AG

Die Firma Health AG stellte anlässlich des Co-Evolution Summits im September 2018 ihre neue Abrechnungsintelligenz Hēa Ratio vor. Diese mit vielen gängigen Programmen kompatible Software unterstützt Zahnarztpraxen zukünftig bei der Erstellung von GOZ-konformen Patientenabrechnungen. Mehr als 9000 Regeln überprüfen, ob die eingegebenen Daten vollständig, logisch und konsistent sind. Daraufhin macht das System bei Bedarf Verbesserungs- und Vervollständigungsvorschläge. Am Ende entscheidet jedoch der Zahnarzt oder die Assistentin, also der Mensch, ob er die Vorschläge zur Vervollständigung der Rechnung annimmt. Erste Hēa Ratio-Systeme wurden von Zahnärzten gleich an Ort und Stelle gekauft.

Künstliche Intelligenz und Personalbeschaffung

Bereits heute gibt es Lösungen für cloud-basiertes Mitarbeiter-Recruitment. Diese Plattformen halten eine ganze Reihe an Profilen von Kandidaten bereit. Der Inhaber einer Zahnarztpraxis kann deren Profile nicht nur abrufen, sondern direkt mit den betreffenden Personen in Kontakt treten. Auf diese Weise kann er sie bereits vor einem eventuellen Gespräch kennenlernen. Suchplattformen dieser Art werden unser Meinung nach über kurz oder lang die klassischen Personalvermittler verdrängen.

Zukünftige KI-gesteuerte Cloud-Systeme werden dem Zahnarzt anhand früherer Suchintentionen und Kontaktaufnahmen passende Kandidaten vorschlagen. Auch die Kommunikation zwischen Zahnarztpraxis und Cloud über eine Schnittstelle ist denkbar. 

Die Zukunft der Zahnarztpraxis im Licht der künstlichen Intelligenz

Intelligentes Praxismanagement in der Zahnarztpraxis ist das Thema der Zukunft. Wenn Software lernen kann, wie Patienten, der Zahnarzt und seine Mitarbeiter miteinander interagieren, wird sie auch Hilfestellungen für eine effizientere Interaktion geben können. Zukünftig wird intelligente Software automatisch Datensätze bereitstellen, wann und wo auch immer sie gebraucht werden.

Viele Zahnärzte wenden zum jetzigen Zeitpunkt noch die klassischen Formen von Terminplanung, Praxismanagement, Qualitätsmanagement und Personal-Recruitment an. Technologien, die das Praxismanagement deutlich effizienter gestalten können, sind bereits heute auf dem Markt. Die Integration von künstlicher Intelligenz in diese Prozesse wird der nächste Schritt sein. Inhaber von Zahnarztpraxen und Zahnkliniken werden durch diese Technologien deutlich kosteneffizienter arbeiten können.

Je leistungsstärker KI-basierte Praxismanagement-Systeme arbeiten, desto mehr Zeit bleiben dem Zahnarzt und seinem Personal für eine wirklich individuelle Betreuung der Patienten.

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