Initialkaries ohne Bohren stoppen mit ICON istock/Paichoom

Initialkaries ohne Bohren stoppen mit ICON

Eine besondere Dimension von Prophylaxe: Mit ICONTM, der mikroinvasiven Kariesinfiltration, lässt sich eine Initialkaries ohne Bohren stoppen – und das in einer einzigen Zahnarztsitzung. Das Beste: Die weißen Flecken, oft erstes Anzeichen einer beginnenden Karies, verschwinden gleich mit.

Was ist das Besondere an ICONTM?

Bis zur Einführung der Kariesinfiltration mit ICONTM hatten Zahnärzte nur zwei Möglichkeiten, um eine beginnende Karies (Initialkaries) zu behandeln:

  • präventive Fluoridierung der Zähne oder andere Remineralisierungsmaßnahmen
  • Abwarten, bis tatsächlich ein behandlungsbedürftiges Loch entstanden war, bohren und die Kavität füllen

Die mikroinvasive Kariesinfiltration, entwickelt unter der Leitung von Prof. Dr. AM Kielbassa (seinerzeit CHARITÉ), schließt die Lücke zwischen Fluorid-Prävention und klassischer Zahnrestauration durch Bohren. Das verwendete Produkt ICON, ein spezieller flüssiger Kunststoff, ermöglicht es Zahnärzten, glatte Oberflächen und leichtere Kariesläsionen so zu behandeln, dass die Karies für eine lange Zeit gestoppt werden kann. Lediglich 15 Minuten dauert die effektive, schmerzfreie Kariesbehandlung.

Wie äußert sich eine Karies im Anfangsstadium?

Die Funktionsweise von ICON lässt sich am besten erklären, wenn man sich den Entstehungsprozess von Karies vergegenwärtigt. Karies im Anfangsstadium beginnt – noch bevor das erste Kariesloch entsteht – an der Zahnoberfläche. Kariogene Säuren wirken auf den Zahn ein, machen ihn porös und zerstören so seine natürliche Schutzbarriere. Oberflächlich sieht der Zahn zu Beginn dieses Prozesses zwar noch intakt aus, aber weiße, kreidige Flecken belegen, dass bereits eine Demineralisierung stattgefunden hat. Durch die poröse Zahnoberfläche dringen die Säuren noch tiefer in den Zahn ein und zerstören ihn von innen heraus, bis tatsächlich ein Loch im Zahn entsteht und eine Füllungstherapie unvermeidlich ist.

Wie funktioniert die Kariesinfiltration?

ICONTM arbeitet mit der sogenannten Kariesinfiltrationstechnik, bei der die kariogenen Läsionen mit einem speziellen Harz infiltriert, versiegelt und anschließend mit Licht ausgehärtet werden. Mit dieser Methode wird der kariöse Zahn einerseits restauriert, andererseits werden die Diffusionswege für die Säuren verschlossen. Der hierfür verwendete spezielle ICONTM -Kunststoff wurde von der Firma DMG Dental entwickelt.

Wie wird ICON angewendet?

Zunächst werden die zu behandelnden Kariesläsionen mithilfe von Bissflügel-Röntgenbildern genau lokalisiert, auf denen sie als dunkle Stellen sichtbar sind. Bevor die eigentliche Behandlung beginnt, erfolgt eine Reinigung der Zähne mit einer Prophylaxepaste. Anschließend wird die Oberflächenschicht des betroffenen Zahns mit einem speziellen Gel (z. B. ICON-Etch) aufgeraut und mit Ethanol (z. B. ICON-Dry) getrocknet, um die Wirkung des Ätzeffektes zu beurteilen. Dieser Vorgang kann bis zu dreimal wiederholt werden, bis die weißen (oder auch bräunlichen) Flecken entfernt sind. Die sorgfältige Ausführung dieses Arbeitsschrittes ist sehr wichtig, damit nicht vollständig entfernte Flecken während des anschließenden Versiegelungsprozesses nicht fixiert werden. Jetzt wird mithilfe eines Spezialapplikators zweimal der flüssige ICONTM Kunststoff auf die Behandlungsstelle aufgetragen. Überschüsse werden mit Zahnseide entfernt. Zuletzt wird der Infiltrant 40 Sekunden lang mit UV-Licht ausgehärtet. Eine abschließende Politur lässt den Zahn wieder glänzen.

Während des Behandlungsprozesses schirmen Barriere-Produkte wie Kofferdam, MiniDam oder Flüssigdam den übrigen Mundraum ab.

Die ICONTM-Methode hat somit einen Doppel-Effekt: Sie stoppt die Initialkaries und eliminiert gleichzeitig die weißen Flecken, sodass die behandelten Zähne wieder in ihrer ursprünglichen Farbe erstrahlen.

Für Zahnärzte, die ihren Patienten etwas Besonders bieten wollen

Derzeit ist das ICONTM -Verfahren noch nicht so weit verbreitet, wie man es angesichts seines präventiven Langzeiteffekts meinen könnte. Deshalb bietet es innovativen Zahnärzten derzeit noch eine hervorragende Möglichkeit, ihren Patienten etwas Besonderes zu bieten – etwas, das den Prophylaxe-Gedanken sichtbar untermauert.

Wir beraten Sie gerne!

Newsletter

[ ZSH ] GmbH

ZSH GmbH
Finanzdienstleistungen

Anschrift

  • Vangerowstraße 14
  • 69115 Heidelberg
Kontakt
  • Telefon:
  • E-Mail:
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Social