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8 Argumente für Ihre Gehaltsverhandlung

Sie haben das Studium der Zahnmedizin erfolgreich abgeschlossen und stehen vor dem ersten Gehaltsgespräch mit Ihrem Chef oder Sie sind angestellter Zahnarzt und die nächste Gehaltsverhandlung steht an? Mit unseren 8 Argumenten klappt es mit der Gehaltserhöhung!

Gehaltsverhandlungen sollte man gut vorbereiten

Wenn Sie schon einmal eine Gehaltsverhandlung mit Ihrem Chef geführt haben und siewomöglich nicht in Ihrem Sinne ausgegangen ist, dann wissen Sie, dass man so ein Gespräch unbedingt vorbereiten sollte. Teil dieser Vorbereitung ist es, eben genau die Argumente zu finden, die aus Ihrer Sicht eine Gehaltserhöhung rechtfertigen. Dabei geht es nicht darum, Ihre Pünktlichkeit oder Teamfähigkeit in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr sollten Ihre Argumente aufzeigen, dass Sie der Praxis einen echten Mehrwert bieten – am besten in Form von mehr Umsatz.

Welche Argumente Sie bei Ihrer Gehaltsverhandlung wirklich weiterbringen, haben wir für Sie in unseren 8 Argumenten zusammengefasst.

Argument Nr. 1: Sie behandeln am Ende Ihrer Assistenzzeit mehr Patienten

Im Schnitt beginntein Assistenzarzt mit einem Bruttogehalt zwischen 2.500 und 3.500 Euro. Bis zum Ende der Assistenzzeit steigt dieses Gehalt Jahr für Jahr um 500 Euro bis zu einem Gehalt von max. 5.000 Euro.

Als angestellter Zahnarzt können Sie dann zur Umsatzbeteiligung wechseln oder ein Festgehalt vereinbaren, das zwischen 4.000 und 6.000 Euro liegt. Hierbei handelt es sich natürlich um Erfahrungswerte. Ausreißer nach oben und leider auch nach unten sind durchaus möglich.

Wie können Sie nun argumentieren, wenn Sie das Gefühl haben, zu wenig zu verdienen?

Zu Beginn der Assistenzzeit fehlt Ihnen oft noch die Routine bei der Behandlung, sodass Sie in dieser Phase mehr Zeit benötigen. Am Ende der Assistenzzeit sind Sie routinierter und Behandlungen gehen Ihnen schneller von der Hand. Betriebswirtschaftlich bzw. aus Sicht des Praxisinhabers bedeutet das Folgendes:

Sie können anfangs weniger Fälle behandeln, die Praxis hat weniger Durchlauf und auch die Behandlungszimmer sind länger belegt. Ihre Praxisinhaber erwirtschaftet demzufolge weniger zahnärztliches Honorar.

Werden Sie im Laufe Ihrer Assistenzzeit schneller und können mehr Patienten am Tag behandeln, bedeutet das für Ihren Praxisinhaber mehr zahnärztliches Honorar.

Argument Nr. 2: Sie sind in der Lage komplexe Behandlungen durchzuführen

Mit der Zeit sind Sie aber nicht nur in der Lage, schneller zu arbeiten, sondern können auch komplexere Fälle behandeln. Vielleicht haben Sie sich während der Assistenzzeit auch bei einem Curriculum oder einem Masterlehrgang weitergebildet und können nun ganz gezielt implantieren oder eine präzise Wurzelbehandlung durchführen.

Diese komplexen Fälle erhöhen wiederum den Umsatz der Praxis. Sie erwirtschaften für die Praxis damit ein höheres zahnärtzliches Hororar, was abermals ein Argument für Ihre Gehaltsverhandlung sein kann.

Argument Nr. 3: Sie übernehmen mehr Verantwortung

Im Laufe Ihrer Assistenzzeit übernehmen Sie gewisse Verantwortungsbereiche. Möglicherweise betreuen Sie das Qualitätsmanagement der Praxis, vielleicht bringen Sie auch neue Ideen ein oder betreuen die Praxis-Homepage bzw. leiten das Projekt einer Praxis-Homepage.

Diese übernommene Verantwortung können Sie ebenfalls bei Ihrem Gehaltsgespräch anführen.

Argument Nr. 4: Zeigen Sie auf, wie Sie sich im Laufe Ihrer Tätigkeit entwickelt haben

Zusammengefasst beziehen sich die ersten drei Argumente auf die Bereiche Geschwindigkeit, Komplexität und Verantwortung. Zeigen Sie Ihrem Chef, wie Sie sich im Laufe Ihrer Tätigkeit entwickelt haben, sprich: Wo standen Sie zum Beispiel vor einem Jahr und wo stehen Sie heute? Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie ein Fixgehalt vereinbart haben und Ihnen der Umsatz der Praxis nicht bekannt ist.

Argument Nr. 5: Sie entlasten Ihren Arbeitgeber, sodass er zum Beispiel mehr Zeit für komplexe Fälle hat

In der Zeit, in der Sie Schmerzpatienten, aber auch anderen nicht komplexe Fälle übernehmen, schaffen Sie Freiräume für Ihren Chef, sodass er Fälle behandeln kann, die zur Steigerung des zahnärztlichen Honorars beitragen. Sie halten Ihrem Chef sozusagen den Rücken frei, was wiederum dazu führt, dass er sich eben genau auf diese Fälle konzentrieren kann. Indirekt ist es damit Ihrer Leistung zu verdanken, dass der Umsatz der Praxis steigt.

Argument Nr. 6: Durch Sie steht mehr Behandlungszeit zur Verfügung, sodass mehr Patienten behandelt werden können

Durch Sie steht der Praxis mehr Behandlungszeit zur Verfügung, die für neue Patienten genutzt werden kann. Diese lasten womöglich das eigene Labor aus oder nutzen das Angebot der Prophylaxe. Auch wenn diese Bereiche keinen direkten Einfluss auf den Umsatz der Praxis haben, ist es doch von Vorteil, dass so mehr Patienten zum Patientenstamm der Praxis gehören und die Angebote und Leistungen der Praxis nutzen.

Argument Nr. 7: Denken Sie an Ihren Chef

Es ist immer ratsam, sich bei einer Gehaltsverhandlung in die Gegenposition zu versetzen. Seien Sie bei Ihren Annahmen zu den bereits genannten Argumenten fair. Nehmen Sie nicht ausschließlich Ihre Topmonate als Grundlage für das Gehaltsgespräch. Besser ist es, wenn Sie den Durchschnitt eines gewissen Zeitraums betrachten. Das zeigt Ihrem Chef, dass Sie auch seine Belange berücksichtigen, denn er muss trotz Umsatzschwankungen ein fest vereinbartes Gehalt an Sie zahlen.

Argument Nr. 8: Zögern Sie nicht!

Das klingt banal, ist es aber nicht. Oft wird für ein gutes Miteinander auf Gehaltserhöhungen verzichtet oder es werden gar Gehaltsunterschiede zwischen Zahnärztinnen und Zahnärzten billigend in Kauf genommen. Wichtig ist vor allem, dass Sie für Ihre Leistung adäquat entlohnt werden. Es kommt dabei zwar nicht auf 100 Euro an, aber wenn Sie das Gefühl haben, dass mal wieder eine Gehaltserhöhung fällig ist, schieben Sie das Thema nicht auf die lange Bank. Legen Sie sich die richtigen Argumente zurecht und sprechen mit Ihrem Chef.

Sie möchten noch weitere Gehaltsverhandlungstipps oder wissen, wie Ihr Gehalt im Vergleich dasteht? Sprechen Sie einen unserer ZSH-Berater an!

Wir beraten Sie gerne!

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